Obwohl sich die Weltgesundheitsorganisation vorgenommen hat, das Masernvirus bis 2020 weltweit auszurotten, bricht die Kinderkrankheit immer wieder aus. So wurden in Deutschland allein in diesem Jahr bereits deutlich mehr Erkrankungen registriert als 2016. Grund dafür sei auch, dass Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen. Die Mythen der Impfgegner halten sich hartnäckig: Impfungen seien wirkungslos, gefährlich und machten krank. Viele Eltern lassen sich von solchen Argumenten verunsichern und lehnen bestimmte Schutzimpfungen ab. Das dürfen sie auch. In Deutschland gibt es keine Impfpflicht. „Dennoch sind Eltern verpflichtet, zu einer Impfberatung beim Kinderarzt zu gehen“, betont Lutz Zimmermann, Bezirksdirektor und Krankenversicherungsexperte der Barmenia Versicherungen Gera. „Gehen sie nicht, müssen sie mit einer Geldbuße von 2.500 Euro rechnen.“ Außerdem können Kitas und Schulen Kinder ausschließen, wenn sie nicht geimpft sind. Masern zählen zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Gerade bei Säuglingen, die noch nicht geimpft werden können, kann eine Erkrankung besonders gefährlich sein. Deshalb sollte sich jeder schützen, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten. Die erste Impfung wird für Kinder ab zwölf Monaten empfohlen, die zweite Impfung bis zum zweiten Geburtstag. Sie komplettiert den Schutz. Häufig erfolgt die Impfung in Kombination gegen Mumps und Röteln mit dem sogenannten MMR-Impfstoff.
