Netzschkau/Reichenbach/V. – Unbedarfter Leichtsinn führte am Dienstagnachmittag zu einem Polizeieinsatz sowie Zugverspätungen an der Göltzschtalbrücke. Ein Triebfahrzeugführer hatte bei der Überfahrt zwei Personen im Gleisbett bemerkt und die Bundespolizei informiert. Daraufhin eilten mehrere Streifen zum Ort des Geschehens. Gleichzeitig erfolgte eine Sperrung der Strecke. Zur Suche nach den Personen kam auch ein Hubschrauber zum Einsatz. Nachdem im unmittelbaren Streckenbereich zunächst niemand zu sehen, führte die weitere Fahndung kurze Zeit später zum Erfolg. Zwei tschechische Staatsangehörige konnten im Umfeld ermittelt werden. Die 51-jährige Frau und ihr 54-jähriger Begleiter gaben an, den Weg über die Brücke genommen zu haben, um zu einem Bahnhof zu gelangen. Beide erhielten wegen dieser Ordnungswidrigkeit eine Anzeige. Schwerer wiegt jedoch, dass sie sich in Lebensgefahr brachten und den Bahnverkehr erheblich beeinträchtigten. Drei Züge verspäteten sich durch die halbstündige Streckensperrung um insgesamt 63 Minuten.