Am frühen Samstagmorgen wurden südwestlich von Werdau mehrere Erdbeben registriert. Die zwei stärksten Erschütterungen mit einer Magnitude von 2.9 bzw. 2.2 auf der Richter-Skala hatten die Stationen des seismologischen Sachsen-Netzes um 2:09 und 2:25 Uhr gemessen. Wie das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie weiter informiert, seien die Erschütterungen bis in eine Entfernung von 80 km gespürt worden. Die Herdtiefe des Bebens wird vom Geophysikalischen Observatorium Collm mit 13.6 und 13.9 km angegeben. Das Erdbeben mit Magnitude 2.9 war das stärkste Beben in diesem Jahr in Deutschland. In der Region Westsachsen/Ostthüringen gibt es zwei Schwerpunktgebiete, in denen verstärkt Erdbeben auftreten können. Bekannt sind die Schwarmbeben im Vogtland/ Nordwestböhmen. Die letzten größeren Erdbebenschwärme ereigneten sich dort von Oktober bis Dezember 2008, im August/ September 2011 sowie im Mai/August 2014, wobei eine maximale Magnitude von 4.2 auf der Richter-Skala gemessen wurde.