Der schlechte Zustand vieler leer stehender Gebäude bereitet der Stadt Werdau zunehmend Sorgen. Zuletzt sorgte der drohende Einsturz und daraus resultierende Abriss des Eckhauses Pestalozzistraße 2 für Sperrungen, Unmut und Kosten für den Steuerzahler. Bereits im Vorjahr habe die Stadt einen sechsstelligen Betrag für den Rückbau des ehemaligen „Stadtkruges“ einsetzen müssen. Seit letzten Freitag ist die Leubnitzer Hauptstraße wegen Einsturzgefahr eines Eckhauses gesperrt. Um den Herausforderungen Herr zu werden, setzt Oberbürgermeister Czarnecki auf eine überregionale Lösung. Das Thema soll beim nächsten Sächsischen Städte- und Gemeindetag besprochen werden. Hilfe erhofft sich die Kommune vor allem auf Bundes- und Landesebene. „Zum einen müssen Wege gefunden werden, schneller und mit weniger Bürokratie ins Eigentum betroffener Grundstücke und ggf. ganzer zusammenhängender Flächen zu kommen. Zum anderen soll ein spezielles Förderprogramm zur Gefahrenabwehr und Standortentwicklung angeregt werden“, so das Werdauer Stadtoberhaupt. Nur so sei es möglich, in angemessener Zeit Problemimmobilien oder gar Straßenzüge zurückzubauen und für sinnvolle Nachnutzungen aufzubereiten, ohne dafür massive Haushaltseinschnitte und lange Verfahrenswege hinnehmen zu müssen. Aktuell stehen allein in Werdau 45 Gebäude unter bauaufsichtlicher Beobachtung, 20 gelten als stark gefährdet.